Wie entwickeln sich die Hypothekarzinsen?
Auf Basis aktueller Marktdaten und fundierter Marktberichte erstellen wir jeweils zu Jahresbeginn eine Zinsprognose für das anstehende Jahr.
Insbesondere die Entwicklung von Inflation, BIP-Wachstum, Schweizer Franken, SARON sowie Swap-Zinsen beeinflusst die Finanzierungskosten massgeblich. Diese Faktoren wiederum werden stark vom globalen wirtschaftlichen Umfeld geprägt.
Weltwirtshaft
Die Weltwirtschaft dürfte 2026 auf einem moderaten Wachstumspfad bleiben und voraussichtlich um rund 1,8 Prozent wachsen. Geopolitische Risiken und fragile Lieferketten sorgen jedoch weiterhin für Unsicherheit. Der Krieg im Iran ist hierfür ein aktuelles Beispiel. Ökonomen gehen davon aus, dass ein anhaltender Konflikt das globale BIP pro Monat um rund 0,1 Prozentpunkte reduzieren kann.
Schweiz
Auch für die Schweiz erwarten wir ein moderates, positives BIP-Wachstum von rund 1,1 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Inflation mit 0,5 Prozent auf einem sehr tiefen Niveau, was grundsätzlich ein positives Umfeld für Finanzierungen schafft. Zugleich deutet dies auf eine verhaltene Nachfrage hin, was das Risiko deflationärer Tendenzen erhöht.
Durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wird jedoch erwartet, dass auch die Inflation in der Schweiz leicht ansteigen könnte.
Ein weiterer kritischer Faktor bleibt der starke Schweizer Franken. Aufgrund seiner Rolle als Safe-Haven-Währung gewinnt er in Krisenzeiten weiter an Attraktivität. Eine weitere Aufwertung erhöht den Druck auf die Exportwirtschaft und könnte Investitionen sowie das Wirtschaftswachstum zusätzlich bremsen. Genau dieser Effekt dürfte die Schweizer Geldpolitik im Jahr 2026 massgeblich beeinflussen.
Zusammenfassend lässt sich das makroökonomische Umfeld weltweit und in der Schweiz als stabil, jedoch weiterhin fragil bezeichnen.
Der Leitzins Schweiz 2026: Voraussichtlich gleichbleibend bei 0.0 Prozent
Da man aktuell in der Schweiz weder eine Rezession noch eine starke Inflation erwartet, gehen wir und viele weitere Akteure davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank den Leitzins weitgehend unverändert belässt und auf dem aktuellen Niveau verharrt.
Leitzinsen der Zentralbanken inkl. unserer Prognosen:
Quelle: Macroband, Swisslife Asset Managers
Auch wenn der offizielle Leitzins stabil bleibt, bedeutet dies nicht automatisch tiefere Finanzierungskosten. Im Bereich der SARON-Hypotheken ist klar zu beobachten, dass Banken ihre Margen weiter optimieren.
Während in der Vergangenheit Margen von 0,5 bis 0,6 Prozent üblich waren, bewegt sich der Markt mittlerweile mehrheitlich im Bereich von 0,7 bis 0,9 Prozent oder teilweise darüber. Diese Entwicklung dürfte sich 2026 fortsetzen.
Unsere Einschätzung: Der SARON bleibt als Referenzzins auf tiefem Niveau, die effektiven Finanzierungskosten steigen jedoch aufgrund höherer Bankmargen.
Gerade deshalb ist ein unabhängiger Marktvergleich heute wichtiger denn je. Hier bietet MY HYPOTHECA einen klaren Mehrwert durch bankenübergreifende Vergleichsmöglichkeiten.
Swap-Zinsen steigen 2026 tendenziell an
Für Festhypotheken ist nicht primär der Leitzins relevant, sondern die Entwicklung der Swap-Zinsen. Für 2026 rechnen wir mit einem Anstieg von 20 bis 30 Basispunkten bis Ende Jahr.
Treiber dieser Entwicklung sind:
Dies führt dazu, dass sich insbesondere längere Laufzeiten bei Festhypotheken tendenziell etwas verteuern, wenn auch weiterhin auf historisch tiefem Niveau.
Prognose Entwicklung Zins Swaps:
Quelle: Zürcher Kantonalbank
Gutes Zeitfenster für den Abschluss von Festhypotheken
Wer Planungssicherheit sucht, sollte das aktuelle Marktfenster nutzen, bevor die erwarteten Aufschläge bei den Swap-Sätzen vollständig eingepreist sind.
A) Immobilienpreise steigen weiter
Dank weiterhin tiefer Finanzierungskosten, eines begrenzten Immobilienangebots und einer erwarteten Nettozuwanderung von rund 65’000 Personen ist davon auszugehen, dass die Immobilienpreise auch 2026 weiter steigen.
Für Einfamilienhäuser erwarten wir eine Wertsteigerung von rund 3,5 Prozent, für Stockwerkeigentumswohnungen ein etwas tieferes Wachstum von rund 2,5 Prozent.
Tiefe Finanzierungskosten und das knappe Angebot stützen die Immobilienpreise weiterhin nachhaltig..
B) Tragbarkeitsanforderungen bleiben herausfordernd
Eigenmittel und kalkulatorische Tragbarkeit bleiben für viele Haushalte die grösste Hürde. Eine erste Einschätzung erhalten Sie mittels unseren Tragbarkeitsrechnern: Hier zu den Rechnern.
C) Unabhängige Beratung gewinnt an Bedeutung
Nicht jede Bank ist für jede Finanzierung die beste Lösung. Struktur, Objektart und Kundensituation müssen präzise auf den Kreditgeber abgestimmt werden.
D) Längere Laufzeiten im Trend
Viele Kunden sichern sich aktuell bewusst längere Laufzeiten, um sich gegen steigende Festhypothekarzinsen abzusichern.
Die Schweizer Hypothekarzinsen zeigen 2026 insgesamt eine leicht steigende Tendenz.
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